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Nominierung

AAL-Labor ist im Rennen um Lausitzer Wissenschaftspreis

Sieben Innovationsprojekte aus der Lausitz haben die Chance auf den Lausitzer WissenschaftsTransferpreis LWTP 2020. Am 27. Februar haben die beteiligten Kooperationspartner ihre Projekte einer Jury vorgestellt und sich für die Auszeichnung empfohlen. Bekannt gegeben und prämiert werden die Preisträger am 10. Juni im Rahmen einer Festveranstaltung, teilt die Wirtschaftsinitiative Lausitz mit. Der Verein aus Cottbus und Weißwasser hat Preisgelder in Höhe von insgesamt 10.000 Euro ausgeschrieben. Der erste Preis über 5.000 Euro wird in diesem Jahr von der Sächsischen Aufbaubank - Förderbank - gestiftet.

Unter den Nominierten ist auch das AAL-Labor von Hochschule Zittau/Görlitz und KommWohnen. Dafür wurde eine Wohnung im Frauenburgkarree mit etlichen technischen Assistenzsystemen ausgestattet, von der Sprachsteuerung von Licht, Heizung und Fernseher bis hin zu Sensoren, die überlaufendes Wasser oder eine viel zu lang geschlossene Kühlschranktür erkennen. So sollen Senioren möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben können, weil moderne Technik sie in Notfällen beschützt bzw. bei Alltagstätigkeiten unterstützt, die im Alter einfach schwieriger werden.

Wie es weiter in der Pressemitteilung der Wirtschaftsinitiative Lausitz heißt, freut sich Jürgen Fuchs, Vorsitzender der Geschäftsführung der BASF Schwarzheide GmbH und LWTP-Juryvorsitzender, über die Beteiligung: „Die in diesem Jahr der Jury vorgestellten Projekte für den Lausitzer WissenschaftsTransferpreis machen deutlich: Es gibt in allen Branchen und Regionen der Lausitz kleine und mittlere Unternehmen, die in Forschung und Entwicklung investieren und sich dazu starke Partner ins Boot holen." Genau diese Vielfalt von Innovationen bräuchten wir in der Lausitz. "Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass es gerade für die KMU eine Herausforderung ist, neben dem Tagesgeschäft Zeit, Personal und Geld für Forschung und Entwicklung aufzubringen. Mit dem LWTP wollen wir gute und erfolgreiche Beispiele aufzeigen, die belegen, dass sich der Aufwand lohnt und damit Unternehmen ermutigen, es den heute vorgestellten Bewerbern gleich zu tun.“

Manuela Harken, Bereichsleiterin Zuschuss der Sächsischen Förderbank - Aufbaubank -  und LWTP-Jurymitglied: „Innovationen sind ein Schlüssel zu unternehmerischem Erfolg. Sie tragen dazu bei, dass neue Produkte entstehen oder Prozesse in Unternehmen effektiver werden. Wer innovativ ist, kann sich mit seinem Unternehmen im Wettbewerb behaupten und so zur Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Lausitz beitragen.“

Hier sind die Nominierten für den Lausitzer WissenschaftsTransferpreis 2020 im Einzelnen:

  • Entwicklung eines Prüfstandes zur Bestimmung des erosiven Verschleißes von Schüttgütern

Projektbeteiligte: Kreisel GmbH & Co. KG mit BTU Cottbus-Senftenberg, Fachgebiet Werkzeugmaschinen
Die Projektbeteiligten haben ein Messmittel entwickelt, welches den Verschleiß von Schüttgütern ermittelt. Durch die gewonnenen Erkenntnisse können Förder- und Logistikprozesse optimiert werden, da die Verschleißeigenschaften direkten Einfluss auf die Lebensdauer der Anlagen haben.

  • Automatisierung der Euterpflege

Projektbeteiligte: Duräumat-Agrotec Agrartechnik GmbH mit BTU Cottbus-Senftenberg, Fachgebiet Werkzeugmaschinen
Die beteiligten Partner haben eine automatisierte Eutersprühvorrichtung entwickelt, welche das Säubern von Kuheutern unabhängig von Ort und Zeit ermöglicht. Dadurch werden Erkrankungen der Tiere vorgebeugt und somit ein wichtiges Kriterium für die Milchqualität abgesichert.

  • Lagesensorgesteuerter Leichtbau – Aktivlifter für den Einsatz im ambulanten Pflegebereich

Projektbeteiligte: Großenhainer Maschinenbau GmbH mit BTU Cottbus-Senftenberg, Institut für Medizintechnologie und dem Lehrstuhl für Maschinenbau und Konstruktionstechnik
Die beteiligten Projektpartner haben ein Pflegelift entwickelt, der mit 18 kg mobil einsetzbar ist und gleichzeitig Belastungen von bis zu 130 kg standhält. Damit schließt er eine Marktlücke und ist im Besonderen für den Bereich der ambulanten Pflege ein wichtiges mögliches Hilfsmittel, z.B. beim Transport von pflegebedürftigen Personen. 

  • Assistenztechnologien zur Erhöhung der Lebensqualität älterer Menschen in der Häuslichkeit, am Arbeitsplatz und bei der Pflege

Projektbeteiligte: KommWohnen Service GmbH mit Hochschule Zittau/Görlitz, Institut für Gesundheit, Altern und Technik
Das Projekt verfolgt das Ziel, technische Assistenzsysteme in das tägliche Leben älterer Menschen zu etablieren. Damit soll der Alltag erleichtert und die Lebensqualität nachhaltig verbessert werden. Durch die Umsetzung in einer Einrichtung für seniorengerechtes Wohnen, werden die Technologien praxisnah getestet und stetig optimiert.

  • Machbarkeitsstudie zur Konstruktion einer mobilen Transportvorrichtung für Markisen und Terrassendächer

Projektbeteiligte: MB-LUX GmbH Rolladenbau mit Technische Hochschule Wildau, Fachgebiet Werkzeugkonstruktion
Die beteiligten Projektpartner haben einen mobilen Transportwagon für die Montage von Markisen und Terrassendächern entwickelt. Das Arbeiten mit großen, schweren Baugruppen und Einzelteilen kann somit in Zukunft entfallen, was eine deutliche Zeitersparnis und eine Steigerung der Arbeitsproduktivität zur Folge hat.

  • Projektentwicklung für nachhaltige Lausitzer Bergbaunachfolge

Projektbeteiligte: GMB GmbH mit IURS e. V. und BTU Cottbus-Senftenberg
Die Projektpartner haben u.a. ein neues Verfahren zur Neutralisation saurer Tagebaugewässer entwickelt, welches im Vergleich zu den herkömmlichen Methoden deutlich wirkungsvoller ist. Des Weiteren wurden weitere technische Verfahren zur Rekultivierung von Tagebauen entwickelt. Damit kann ein bedeutender Beitrag zur Nachhaltigkeit in der Bergbaufolgelandschaft geleistet werden.

  • Entwicklung eines neuartigen und modularen Leichtbau-Solar-Luft-Kollektor-Systems für Belüftungs- und Heizungsanlagen in monolithischer Kunststoffbauweise

Projektbeteiligte: ETAPART AG mit BTU Cottbus-Senftenberg, Fachgebiet Polymerbasierter Leichtbau
In dem Projekt wird ein innovativer Solar-Luft Kollektor entwickelt, dessen Bauart eine optimale Aerodynamik bietet. Zudem ermöglicht die Fertigung aus Kunststoff, anstelle von metallischen Materialien, eine Gewichtseinsparung von bis zu 87 %.

 


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