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Europastadt-Gespräch

Wie wichtig ist Natur in Städten? Experten diskutieren

Natur in Klein- und Mittelstädten wie Görlitz und Zgorzelec: Wie wichtig ist sie? Und wie lässt sich ihre Vielfalt schützen? Diesen und weiteren Fragen rund um das Thema „Biologische Vielfalt – Mehrwert für Mensch und Natur?“ widmet sich das dritte Europastadt-Gespräch 2018 am 27. November. Das Interdisziplinäre Zentrum für ökologischen und revitalisierenden Stadtumbau (IZS) in Görlitz lädt ab 17 Uhr Interessierte in seine Räume an der Peterskirche (Gottfried-Kiesow-Platz 1) ein.

Einerseits bieten Städte besondere Lebensbedingungen für Pflanzen und Tiere, oft sogar für seltene Arten. Wo Menschen siedeln, sind die Lebensräume von Flora und Fauna andererseits aber auch bedroht. Deshalb hebt die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt der Bundesregierung urbane Räume als ein zentrales Handlungsfeld hervor. Die Vielfalt der Lebensräume und der Arten in Städten soll geschützt und entwickelt werden. Dabei geht es nicht darum, die Natur um ihrer selbst willen zu bewahren, sondern darum, die Lebens- und Umweltqualität für Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner zu sichern. Saubere Luft, Abkühlung an heißen Tagen, intakte Wasserkreisläufe, Erholung im Freien und die Beobachtung von Tieren und Pflanzen – der Mensch ist in vielfältiger Weise Nutznießer von Leistungen der Natur. All diese Leistungen sind ohne biologische Vielfalt nicht denkbar. Dabei meint Biodiversität nicht nur eine hohe Zahl verschiedener Tierarten, sondern auch eine Vielfalt von Grünflächen, artenreiche Pflanzungen, naturnahe Flächen in der Stadt und Rückzugsorte für Wildtiere.

Im Stadtgebiet von Görlitz gibt es bereits zahlreiche Grünflächen, wie Parks oder Kleingartenanlagen und naturnahe Flächen. Die zahlreichen Brachflächen, wie beispielsweise im Gebiet des Brautwiesenbogens, bieten darüber hinaus das Potenzial, künftig die städtische Vielfalt an Pflanzen, Tieren und Lebensräumen noch stärker ins Bewusstsein zu rücken. Wie es gelingen kann, biologische Vielfalt in Städten zu fördern und welche Möglichkeiten und Herausforderungen sich für Klein- und Mittelstädte, insbesondere für Görlitz und Zgorzelec ergeben, das ist Thema des dritten Europastadt-Gespräches 2018.

Interessierte sind herzlich eingeladen, mit Experten ins Gespräch zu kommen. Impulsstatements geben Dr. Stefanie Rößler vom Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung Dresden, Prof. Dr. Willi Xylander vom Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz, Friedemann Dreßler von der Stadt Görlitz sowie ein weiterer Experte aus Zgorzelec. Die Veranstaltung wird simultan deutsch-polnisch übersetzt. Die Plätze sind begrenzt, um Anmeldung per E-Mail bis 23. November wird gebeten:

izs-goerlitz(at)ioer.de.

 

Hintergrund
Das Interdisziplinäre Zentrum für ökologischen und revitalisierenden Stadtumbau (IZS) ist eine gemeinsame Einrichtung des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR), Dresden, und der Technischen Universität (TU) Dresden. Im Mittelpunkt der Forschung des IZS stehen aktuelle Herausforderungen der Stadtentwicklung, insbesondere im Kontext des demografischen und sozioökonomischen Wandels. Das IZS begleitet die Stadt Görlitz und weitere Städte bei der Entwicklung und Erprobung von Instrumenten zur Revitalisierung und für einen ökologischen Stadtumbau.

Die Europastadt-Gespräche dienen der offenen Debatte zu Themen der Stadtentwicklung und des Stadtumbaus in den Städten Görlitz und Zgorzelec sowie darüber hinaus. Dabei werden aktuelle Forschungserkenntnisse und Erfahrungen aus der Praxis dargestellt und diskutiert sowie Schlussfolgerungen für die Entwicklung vor Ort gezogen. Die zahlreichen Akteure der Stadtentwicklung sowie alle Interessierten erhalten ein Forum zur Diskussion, zum grenzüberschreitenden Austausch und zur Mitgestaltung.

 


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