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Bepflanzung und Naturschutz

Grünes Königshufen

von Jenny Thümmler

Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Eine Binsenweisheit, aber manchmal fallen die Späne besonders groß aus. Baumgroß. Im Zuge der KommWohnen-Baustellen in Königshufen müssen hin und wieder Bäume gefällt werden, um die nötige Baufreiheit zu haben, zum Beispiel um ein Gerüst aufstellen oder großen Fahrzeugen die Zufahrt ermöglichen zu können. Aus aktuellem Anlass hat uns dazu die Zuschrift eines Mieters erreicht, der sich über mehrere gefällte Bäume im Areal von Alexander-Bolze-Hof, Schlesischer Straße und Lausitzer Straße ärgert. „Überall wird von Klimaerwärmung, Mikroplastik und Insektensterben geredet und im Wohngebiet Königshufen verschwindet Jahr für Jahr ein Baum nach dem anderen“, heißt es in dem Brief.

Ganz so einfach ist es jedoch nicht. Im vergangenen Jahr wurden durch KommWohnen 33 Ersatzpflanzungen vorgenommen, im gesamten Stadtgebiet verteilt, hauptsächlich in Weinhübel, aber auch in Königshufen, unter anderem an der Schlesischen Straße.


In diesem Frühjahr werden es sieben Bäume sein (einer davon an der Antonstraße), im Herbst folgen weitere, sodass es letztlich 12-15 neue Bäume sind. Ein Normalwert, erklärt Susanne Krause, die bei KommWohnen Sachbearbeiterin für Garten- und Landschaftsbau ist. Dabei werde auch das angesprochene Areal in Königshufen mit zwei Linden bedacht. „Eine kommt an den südlichen Giebel der Lausitzer Straße 32-38 und eine an den neuen Parkplatz vor demselben Haus. Dort haben wir passende Orte gefunden, doch das wird wegen der vielen Kabel in der Erde heutzutage immer schwieriger.“ Dadurch fielen immer mehr gute Plätze für Bäume weg.

Bäume wie Birken (Allergie), Pappeln, Weiden und Nadelbäume werden nicht mehr neu gepflanzt, stattdessen vermehrt Ahorn, Platane, Buche, Ulme. Muss irgendwo ein Baum wegen Bauarbeiten fallen, wird danach ein neuer gepflanzt – wenngleich nicht immer am selben Ort. „Wir fällen nicht aus Bösartigkeit, sondern mit Grund. Manchmal sind Bäume auch krank“, sagt Susanne Krause. Aufgrund der Vegetationszeit gebe es im Jahr nur ein kleines Zeitfenster, in dem überhaupt gefällt werden darf, nämlich von November bis Februar. Beginnt eine neue Baustelle im September oder Oktober, kann es passieren, dass ein störender Baum schon ein knappes Jahr zuvor entfernt werden muss.

Für Naturliebhaber wird der Alexander-Bolze-Hof demnächst interessanter als früher. Mit der Modernisierung der Blöcke Schlesische Straße 62-80 entstehen im Innenhof Mietergärten für die Erdgeschosswohnungen. Und diese gestalten sich Mieter erfahrungsgemäß oft schön: mit verschiedenen Blumen, Sträuchern, Insektenhotels und Ähnlichem. „Diese neue Form der Hofnutzung hat sich bereits bewährt“, sagt KommWohnen-Geschäftsführer Arne Myckert und denkt an Nordring oder Jonas-Cohn-Straße. „Viele Mieter haben Spaß am Gärtnern und pflanzen bunt Blühendes. Das ist untypisch für öffentliche Anlagen, weil es aufwendig gepflegt werden muss, aber im kleinen privaten Garten geht es und bringt ein schönes Bild für alle.“

Und auch an die Tiere ist gedacht. Für Vögel werden an den Blöcken auf der Schlesischen Straße Nistkästen angebracht. Derzeit laufen Gespräche mit der Unteren Naturschutzbehörde, sodass gemeinsam mit einer Biologin passende Nistmöglichkeiten geschaffen werden.


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